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En passant

„Gutes Gedächtnis, Konzentration, Phantasie und einen sehr starken Willen.”

Bobby Fischer

Die Regel „En passant“ zu deutsch „Im vorübergehen“ ist eine junge Regel, die aufgrund der Einführung des Doppelschritts für Bauern aufgestellt wurde. Vor Einführung des Doppelschrittes konnte ein Bauer nie an seinem gegnerischen Nachbarbauern vorbeikommen ohne daß jener nicht irgendwann die Möglichkeit zum schlagen bekommen hätte.

Diagramm 71

In Diagramm 71 kann weder der a- noch der h-Bauer an dem jeweiligen gegnerischen Nachbarbauern vorbeiziehen ohne daß dieser ihn schlagen könnte. Bei dem h-Bauern ist die Sache klar, aber dagegen beim a-Bauer könnte man auf die Idee kommen mit dem Doppelschritt am gegnerischen b-Bauern vorbeizuziehen mit freier Bahn zur Umwandlung.

en passant: a3

Diagramm 72

Jetzt kommt die „En passant“-Regel ins Spiel. Schwarz hat nun im folgenden Zug und zwar nur im folgenden Zug die Möglichkeit sich den weißen Bauer auf a3 vorzustellen und ihn dort zu schlagen mit b×a3.

Diagramm 73:  „En passant“ auf a3

Da man einer einzelnen Stellung nicht ansehen kann, ob gerade „En passant“ möglich ist, weil man den letzten Zug nicht kennt, wird ähnlich wie bei den Rochaden eine zusätzliche Beschriftung gewählt um auf diese Möglichkeit, wenn sie denn gegeben ist, hinzuweisen. Es wird das Feld angegeben, auf das geschlagen werden kann. Im Beispiel ist dies a3.

Es sei hier noch mal zur Verdeutlichung gesagt, daß keine Schlagpflicht besteht. Schwarz hätte also auch einen anderen Zug machen können.

Buchtipp
 EUR 20,40
Inhalt
 Schach lernen
1.Vorwort
2.Der Anfang
3.Erste Schritte
4.Ein einführendes Beispiel
5.Die Gangarten der Figuren
6.Vom Schlagen und von Hindernissen
7.Schach und Schachmatt
8.Die Schachnotation
9.Weitere Beispiele
10.Der Wert der Figuren
11.Von drohen, decken und abtauschen
12.Die Fesselung
13.Die Rochade
14.Die Bauernumwandlung
15.Remis
16.Patt
En passant
18.Berührt geführt
»Glossar
»Offizielle Schach-Regeln des Weltschachver-bandes (FIDE)
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